2022 Das Jubiläumsjahr

Foto: Friedrich Hartung

Glückwunsch „Altes Haus“!

Das 85.-jährige Jubiläum, welches das „Deutsche Haus“ in Jündewatt am 08.10.222 begehen konnte, war für den Verein „Deutsches Haus“ sowie die Patenschaft mit der Stadt Elmshorn, die ihren 90.-jährigen Geburtstag feierte, ein Beweis dafür, das langjährige Freundschaften und Versprechen halten können.

Der Besuch der Paten aus Elmshorn begann mit einem Besuch im Deutschen Museum in Sonderburg, den alle als sehr interessant und lehrreich bewerteten. Hier geht unser Dank an Hauke Grella und Nina Jebsen, die mit ihrem hohen Wissensstand und Einfühlungsvermögen unsere Gäste in den Bann zogen, auch als der Zeitrahmen etwas eng wurde. Der Besuch zeigte wieder einmal die Wichtigkeit, auf unsere Institutionen hinzuweisen und diese zu besuchen.      Bei den nächsten Patenschaftsbesuchen werden wir ebenfalls Bereiche der deutschen Minderheit in Nordschleswig besuchen und präsentieren. Bei dem anschließenden Gang durch die Gehstraße von Sonderburg, die uns dann zum Parkplatz des wartenden Busses führte, konnte der besondere Charme dieser Stadt aufgenommen werden, obwohl uns der Wettergott nicht ganz so hold war.  

Am Nachmittag dann konnte der Vorstand des Vereins „Deutsches Haus“ ca. 90 Besucher und Gäste in seinem Hause begrüßen. Von Seiten der Stadt Elmshorn war u.a. der Bürgermeister der Stadt Herr Volker Hatje, der Bürgervorsteher Herr Andreas Hahn sowie der sogenannte Patenonkel Immo Neufeldt angereist. Der Hauptvorsitzende des BDN Hinrich Jürgensen konnte ebenfalls herzlich willkommen geheißen werden, unter den Gästen waren auch Mitglieder des Vereins „Deutsches Haus“, sowie Mitglieder von BDN, SP und Sozialdienst Nordschleswig.

Der Vorsitzende gab in seiner Festansprache einen groben Überblick über die vergangenen 85 bzw. 90 Jahre des Deutschen Hauses, 85 Jahre Zeitgeschichte und 85 Jahre Verbundenheit, mit den Freunden aus Elmshorn, den Freunden aus Nordschleswig und allen anderen uns zugewandten Menschen. Danach lud er zu einer wohl gefüllten Kaffeetafel ein, die den Gästen selbstgebackenen Kuchen und Gebäck darbot, das gern entgegengenommen wurde.

Der Grundstein für die Errichtung unseres Hauses wurde in einer Zeit gelegt, die nicht ganz so glanzvoll war, die aber trotzdem die Beachtung in der Arbeit des Vereins finden wird. Das wir nach so langer Zeit, praktisch einem Menschenleben, in diesem Hause zusammensitzen konnten, zeigt doch auch das Interesse an diesem unserem Haus, sowie an der Verbundenheit und den Freundschaften, die nicht erloschen sind und weiterleben.

Unter den Gästen befanden sich auch die ehemaligen Vorsitzenden des Hauses: Adolf Nissen, Rudolf Andresen sowie Gerhard Nielsen, sowie die damalige Theatertante Ally Petersen und Gudrun Asmussen, die den Vorträgen und Grußworten interessiert lauschten. Unter anderem gab der Bürgervorsteher der Stadt Elmshorn einen interessanten Rückblick auf die Patenschaft zwischen Elmshorn und Jündewatt, und bewies in seinen Ausführungen kompaktes Wissen um diese nun 85- bzw. 90-jährige gemeinsame Zeit. Er merkte auch an, dass der eigentliche Geburtstag ja erst einen Tag später, nämlich am 09.10.22 sei, und er seinen Besuch bis Mitternacht eigentlich ausweiten sollte.                                                               

Es war vorgesehen das der Reden nicht zu viele gehalten würden, aber im Laufe des Nachmittages kamen dann doch einige Wortmeldungen, die sich positiv um die Arbeit das Hauses, und der Patenschaft drehten, einige konnten sowohl mit eigenen Erfahrungen und Erinnerungen an das Haus aufwarten.

Ein Highlight des Nachmittages war der Auftritt der Schülerinnen und Schüler der 3. – 4. Klasse der Deutschen Schule Buhrkall, die unter der Leitung von Monika Merz, sie ist Musikkonsulentin beim BDN, eine musikalische Aufführung zeigten, die alle Gäste begeisterte und alle zum Mitsingen animierte. Vielen Dank an die Kinder und Monika sowie an Ute Eigenmann, die diesen Auftritt ermöglichte.

Mit Schmunzeln, und mancher Träne im Auge, wurden den Vorträgen von Monika Sørensen und Ralf Sehstedt  gefolgt. Beide erzählten, als ehemalige Schüler der deutschen Schule im Deutschen Haus, die von 1950-1977 hier beheimatet war, von ihren Erinnerungen und Erlebnissen. Interessant dabei war, dass Ralf Sehstedt seine Erinnerungen als Sohn der damaligen Schulleiterin Netti Sehstedt und deren Mann Rudolf, erzählte, und somit auch auf die Lebensumstände und eigenen Gefühlen hinwies.                                                        Monika Sørensen konnte ihre Erinnerungen von der anderen Seite, nämlich als Schülerin der Schule und Schülerin von Netti Sehstedt darbringen. Heiterkeit erntete sie als sie ihre alte Schultasche mit dem originalen Innenleben präsentierte. Für alle war das ein besonderes Erlebnis, besonders auch dann als sich Ralf mit einem Kloß im Hals an die Besucher wandte und sagte: „Schön, dass ihr hier seid“.  Und das ist für uns, dem Vorstand des Hauses wichtig, Emotionen sind nicht nur erlaubt, sie sind erwünscht!

Als sich der Regen verzogen hatte, wurde ein von den Paten mitgebrachter Baum, eine Rotbuche, als Zeichen der Jahrelangen Verbundenheit gepflanzt, wobei es sich der Bürgermeister Volker Hatje nicht nehmen ließ, selbst kräftig zuzupacken. Bei nächster Gelegenheit werden wir eine Plakette anbringen, die an diesen Tag erinnern lässt.

Der offizielle Teil der Feier wurde durch eine Ansprache von Gösta Toft beendet, der in seinem Grußwort, auch als Vize-Präsident von FUEV, auf die momentane angespannte globale Situation einging und um Solidarität mit den Menschen in der Ukraine warb.  

The Abschluss, der Veranstaltung wurde durch das abschließende Essen gekrönt, bei dem eine einzige Kritik aufkam: "die Teller sind zu klein". Alle Gäste konnten sich damit für die Heimreise stärken und das wurde auch gern genutzt.

Irgendwann kommt dann immer der unausbleibliche Augenblick des Abschieds, der für emotional momente sorgt. Wir waren uns alle einig, das war ein gelungener Tag, der allen in guter Erinnerung bleiben wird. Wir, der verbleibende Vorstand, bedanken uns bei allen für die Geschenke und guten Wünsche! Was wir versprechen können, ist: "wir werden weiter an dieser Patenschaft und der Institution "Deutsches Haus" arbeiten, denn das ist auch unser Haus.

Rolf Pfeifer

 

 

Bericht in der Elmshorner Zeitung

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